Tag der Städtebauförderung


Tag der Städtebauförderung am 08. Mai 2021

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

Anlässlich des Tags der Städtebauförderung am 08. Mai wollen wir Ihnen die Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Städtebauförderprogramm in Mutterstadt umgesetzt wurden im Rahmen einer Bilderpräsentation „Alt – Neu“ nochmals näherbringen. 

Gleichzeitig erinnern wir mit einem Blick zurück noch einmal an die Historie der Städtebauförderung in Mutterstadt:
Als am 17. Dezember 2009 die Südumgehung Mutterstadt, also die komplette Anbindung unseres Gewerbegebietes über die L524 an die B9, für den Verkehr freigegeben worden war, war im Grunde die wichtigste Voraussetzung für unseren Ortskern-Neuausbau geschaffen.

Denn er führte zu einem spürbaren Rückgang der Verkehrsbelastung in den Hauptverkehrsstraßen Mutterstadts und nach Zählungen unserer Lokalen Agenda hat sich der Schwerlastverkehr in der Ortsmitte seither um ca. 45 % reduziert. 

Ab diesem Zeitpunkt führten wir mit dem LBM Speyer konkrete Gespräche darüber, dass nun eine baldige Aufnahme des Ausbaus der Landesstraßen in den Landeshaushalt für uns Priorität hat. Da die Straßen auch im Ausbauprogramm des Landes enthalten waren, erhielten wir auch entsprechende Unterstützung. 

Zusätzlich hatten wir für die Sanierung unseres Ortsmittelpunktes schon etliche Jahre versucht in ein Förderprogramm zu kommen, um auch Gehwege und Plätze, aber auch private Sanierungsmaßnahmen finanziell umsetzen zu können. Hier konnte nach einem Besuch des damaligen Innenministers Karl Peter Bruch im August 2010 ein entscheidender Durchbruch erzielt werden. Herr Bruch sah die Notwendigkeit einer Sanierung in den zentralen Bereichen und sagte uns die baldige Prüfung einer Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zu. 

Bereits im Februar 2011 starteten wir mit einer ersten Informations-Bürgerversammlung und fast 500 interessierten Besuchern die Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung.
Und noch im Dezember des gleichen Jahres erhielten wir den offiziellen Bescheid über die Aufnahme in das Städtebau-Förderprogramm. 

Im Jahr 2012 folgten 2 weitere Veranstaltungen im Rahmen der Bürgerbeteiligung, bei denen erste Planentwürfe vorgestellt und Optimierungsvorschläge aus der Bürgerschaft aufgenommen wurden.
Parallel dazu wurden auch zahlreiche Ideen per Internet über die Homepage der Gemeinde bzw. nach Information im Amtsblatt per Post eingereicht.

Dazu wurde 2012 aber zur Sicherheit noch ein mehrwöchiger Verkehrsversuch mit einer der Planung nachempfundenen versetzten Kreuzung mit sehr positiven Ergebnissen durchgeführt.

 Im Mai 2013 erfolgte dann die Vorstellung der aus der Bürgerbeteiligung resultierenden Ergebnisse und die Festlegung auf die jetzt auch realisierte Variante mit versetzter Straßenkreuzung.

Ein noch als Alternative diskutierter ovaler Kreisel wäre räumlich kaum unterzubringen gewesen und hätte zudem enorm viele der heutigen Verweilflächen in Anspruch genommen. Zudem hätten LKW´s aus Richtung Westen kommend den Kreisel einmal komplett umfahren müssen, um in die Speyerer Straße einfahren zu können. 

Die Tageszeitung „Rheinpfalz“ kommentierte danach in ihrer Berichterstattung die Bürgerbeteiligung in Mutterstadt als „vorbildlich“. 

Im September 2013 beschloss der Gemeinderat dann auch das Sanierungsgebiet für die Städtebauförderung. 

Im Oktober 2015 wurde dann vor über 400 Bürgerinnen und Bürgern die endgültige Planung vorgestellt und fand die Zustimmung einer großen Mehrheit der Anwesenden. 

Nachdem kurz davor nochmals eine Anliegerinformation stattgefunden hatte, starteten am 18. April 2016 die Bauarbeiten und nach Markierung und Beschilderung wurde die komplette Ortsdurchfahrt am 31. Juli 2017 zum Befahren wieder freigegeben. Dies war in Anbetracht etlicher unvorhergesehener Arbeiten nach einer Gesamtbauzeit von fünfzehneinhalb Monaten, einer terminlichen „Fast-Punktlandung“ und Mehrkosten von gut 10 % wirklich eine sportliche Leistung! 
Die Umgestaltung des Vorplatzes der Neuen Pforte als Abschluss der Ortskernneugestaltung erfolgte dann rechtzeitig zur Kerwe im Jahre 2019. 

Entscheidend ist schließlich, dass die Zielsetzung, eine deutliche Aufwertung des Ortskerns mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen, offensichtlich erreicht wurde. Unser Zentrum ist zu neuem Leben erwacht und belebt, Leerstände überwiegend beseitigt. 

Dazu haben auch viele private Immobilieneigentümer die Fördermöglichkeiten des Städtebauförderprogramms genutzt und ihre Anwesen „auf Vordermann gebracht“. 

Und offensichtlich hat sich auch die umfassende Bürgerbeteiligung gelohnt, denn wir erfahren eine hohe positive Resonanz, wenngleich Einzelne ein Problem mit der Rechts-vor-links-Regelung haben. Aber der Verkehr fließt unbestritten viel besser als vorher mit Ampeln. 

So lautete die Überschrift eines Berichts der „Rheinpfalz“, veröffentlicht am 16. August 2017, mit Antworten auf die Frage was die Mutterstadter von ihrem neugestalteten Ortskern halten: „Tausendmal besser als früher“.
Wir denken dies ist für alle Beteiligten ein tolles Kompliment und für die Gemeinde als Bauherr natürlich ein Grund froh und stolz zu sein. 

Deshalb bedanken wir uns an dieser Stelle nochmals bei allen, die dazu beigetragen haben, diesen Meilenstein unserer Ortsentwicklung zu setzen. 

Die Programmlaufzeit ist auf 12 bis 15 Jahre festgelegt und wir wollen bis 2026 noch etliche Maßnahmen, darunter ein KITA-Ersatzneubau als Teil des KinderCampus, die Sanierung der Neuen Pforte und von zwei ortsbildprägenden Wohn- und Geschäftshäusern sowie weitere private Sanierungsvorhaben, umsetzen. 

Förderanträge können immer noch bei der Bauverwaltung gestellt werden!



 
Kontakt
Gemeindeverwaltung Mutterstadt
Oggersheimer Straße 10
67112 Mutterstadt
Tel.: 0 62 34 / 94 640
Parkplatzzufahrt: Ludwigshafener Straße 3


   

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